LESEDAUER:
12
MINUTEN
Bau
Fassadenreinigung selbst machen
Werterhalt und neuer Glanz für deine Immobilie
Fassadenreinigung mit Kärcher selber machen oder Profi beauftragen? Erfahre alles über Kosten, Methoden und wie du dich vor der aktuellen Betrugsmasche schützt.

Veröffentlicht von
Johannes Reichl
Mit KI zusammenfassen
Einleitung
Eine saubere Fassade schützt nicht nur die Optik deiner Immobilie, sondern auch den Putz vor Algen, Moos und Witterungseinflüssen. Was anfangs nur wie ein kleiner grauer Schleier wirkt, kann sich schnell zu einem erheblichen Algenbefall auswachsen, der den Wert deines Objekts mindert und bei potenziellen Mieter:innen keinen guten ersten Eindruck hinterlässt. Eine professionelle Reinigung kostet oft tausende Euro, weshalb viele Eigentümer:innen selbst zum Hochdruckreiniger greifen möchten. In diesem Ratgeber zeigen wir dir, wie du deine Fassade selbst reinigst, welche Kosten auf dich zukommen und warum du bei spontanen Angeboten an der Haustür extrem vorsichtig sein solltest.
Kann man eine Fassade mit Hochdruckreiniger reinigen?
Ja, eine Fassadenreinigung mit Hochdruckreiniger ist grundsätzlich möglich. Entscheidend ist jedoch die richtige Technik. Auf gedämmten Fassaden oder empfindlichem Putz kann zu hoher Druck dauerhafte Schäden verursachen. In den nächsten Kapiteln erklären wir dir genau das.
Welche Fassaden eignen sich für Kärcher?
Fassadenart | Hochdruckreiniger geeignet? |
|---|---|
Putz | eingeschränkt |
Vollwärmeschutz | nur vorsichtig |
Klinker | ja, abhängig von Zustand und Druck |
Beton | ja, abhängig von Zustand und Druck |
Naturstein | meistens |
Holz | eher nein |
Methoden im Vergleich
Bevor du den Hochdruckreiniger einschaltest, musst du wissen, womit du es zu tun hast. In Österreich sind viele moderne Fassaden mit einem Vollwärmeschutz (EPS/Styropor) ausgestattet. Dieser ist durchaus empfindlich gegenüber hohen Druck. Ein zu harter Wasserstrahl kann die dünne Putzschicht durchbrechen und Wasser in die Dämmung leiten, was erhebliche Feuchtigkeitsschäden für die Bausubstanz haben kann.
Methode | Vorgehensweise | Eignung | Risiko |
|---|---|---|---|
Hochdruckreinigung | Rein mechanisch mit Wasserstrahl. | Robuste Klinker- oder Steinfassaden. | Hoch bei Putzfassaden (Strukturschäden). |
Softwash-Verfahren | Niederdruck kombiniert mit Reinigungsmittel. | Klassische Putzfassaden mit Algenbefall. | Sehr gering bei richtiger Anwendung, achte auf Belastung durch Putzmittel |
Dampfreinigung | Heißer Dampf löst Verschmutzungen. | Denkmalgeschützte Bauten oder Naturstein, abhängig von Material | Geringer, aber zeitaufwendig. |
Kostenanalyse – Selber machen oder den Profi ranlassen?
Die wirtschaftliche Entscheidung für eine Fassadenreinigung ist meist ein No-Brainer. Ein Neuanstrich kostet in Österreich inklusive Gerüstbau oft zwischen 40 und 60 Euro pro Quadratmeter und mehr. Eine Reinigung liegt preislich weit darunter. Wenn du selbst Hand anlegst, sparst du natürlich die Arbeitszeit, musst aber in das richtige Equipment investieren.
Kostenpunkt | DIY (Kärcher-Kauf) | Profi-Dienstleister |
|---|---|---|
Geräte / Anfahrt | ca. 300 – 600 € (einmalig) | Inklusive |
Reinigungsmittel | ca. 2 – 4 € pro m² | Inklusive |
Arbeitskosten | Deine eigene Zeit | ca. 10 – 25 € pro m² |
Zusatzkosten | Teleskoplanze (ca. 100 €) | Eventuell Hebebühne |
Für ein typisches Einfamilienhaus mit 150 Quadratmetern Fassadenfläche landest du beim Profi bei etwa 1.500 bis 3.000 Euro. Die Werte sind grobe Markt-Richtwerte und können je nach Gebäudehöhe, Verschmutzung, Gerüstbedarf, Untergrund und Region erheblich abweichen. Im DIY-Verfahren hast du die Anschaffungskosten für den Hochdruckreiniger oft schon nach der ersten Reinigung wieder drin. Für dich als Vermieter:in ist zudem wichtig, dass du die Kosten für eine professionelle Reinigung oft als Instandhaltungsaufwand steuerlich geltend machen kannst. Achte hierbei aber je nach Einzelfall auf die tatsächliche Einordnung bzw. steuerliche Handhabung und ob die Kosten überhaupt überwälzt werden können.
Lesetipp: Wie du Erhaltungsaufwand steuerlich richtig geltend machst
Die richtige Ausrüstung – Produkte für ein perfektes Ergebnis
Damit die Reinigung nicht nur effektiv, sondern auch sicher für deine Fassade ist, solltest du auf abgestimmte Produkte setzen. Hier ist eine Auswahl an Tools und Mitteln, die sich in der Praxis für Vermieter:innen bewährt haben.
Produktkategorie | Empfehlung | Link zu den Produkten |
|---|---|---|
Hochdruckreiniger (Standard) | Kärcher K5 Premium Power Control | |
Hochdruckreiniger (Profi) | Kränzle K 1152 TST / K 1154 TST | |
Reinigungsmittel | Kärcher Stein- und Fassadenreiniger 3-in-1 | |
Rotierende Waschbürste | Kärcher WB 130 (mit Wechselaufsatz) | |
Teleskop-Lanze | Kärcher Teleskopstrahlrohr (bis 4m) | |
Düsenaufsatz | VP 145 Vario Power Jet | |
Schutz-Finish | Mellerud Algen & Moos Stopp |
Tipp: Achte beim Kauf von Reinigungsmitteln in Österreich unbedingt auf die Kennzeichnung "biologisch abbaubar". Auch bei biologisch abbaubaren Reinigungsmitteln musst du die Herstellerangaben und die örtlichen Vorgaben zur Abwasserentsorgung beachten. Reinigungswasser mit Chemikalien oder Bioziden darf nicht ohne Prüfung in Boden, Regenwasserkanal oder Gewässer eingeleitet werden.
Warnung vor der Betrugsmasche
Aktuell häufen sich in Österreich Berichte über unseriöse Trupps, die unangekündigt an der Haustür klingeln. Sie bieten meist eine Reinigung zum vermeintlichen Schnäppchenpreis an, dramatisieren den Algenbefall und behaupten, die Fassade würde ohne sofortiges Handeln wegfaulen. Oft wird direkt vor Ort mit einer Probereinigung begonnen, um dich unter Druck zu setzen.
Bei den aktuell bekannten Fällen fehlten teilweise nachvollziehbare Firmendaten, Leistungen wurden mangelhaft ausgeführt oder Preise nachträglich stark erhöht.usätzlich solltest du darauf achten, dass eingesetzte Reinigungsmittel fachgerecht verwendet und Reinigungsabwässer ordnungsgemäß entsorgt werden. Das Abwasser wird ungefiltert in den Garten oder Kanal geleitet, wofür am Ende u.U. du als Eigentümer:in haftest.
Wichtig: Unterschreibe niemals Verträge an der Haustür und leiste keine Anzahlungen in bar. Seriöse Firmen erstellen ein schriftliches Angebot nach einer Besichtigung und drängen dich nicht zu einer sofortigen Entscheidung. Wenn jemand ohne Firmenlogo auf dem Auto und ohne ordentliche Rechnung auftritt, ist höchste Vorsicht geboten.
Wann sollte man eine Fassade reinigen?
Nicht nur die richtige Technik, sondern auch der richtige Zeitpunkt beeinflusst das Reinigungsergebnis. Eine Fassadenreinigung solltest du möglichst bei trockenem Wetter und milden Temperaturen durchführen.
Frühjahr und Herbst sind ideal
Am besten eignet sich das Frühjahr oder der frühe Herbst. Die Temperaturen sind meist moderat und Reinigungsmittel können ausreichend lange einwirken, ohne sofort zu trocknen. Gleichzeitig entfernst du Algen, Moos und Schmutz, bevor sie sich dauerhaft festsetzen.
Nicht bei Frost oder großer Hitze reinigen
Verzichte auf eine Fassadenreinigung bei Frost oder direkter Sonneneinstrahlung. Bei Minusgraden kann Wasser in feine Risse eindringen und beim Gefrieren Schäden verursachen. An heißen Sommertagen trocknen Wasser und Reinigungsmittel dagegen oft zu schnell, wodurch Flecken oder Streifen entstehen können.
Das richtige Wetter abwarten
Ideal ist ein trockener, leicht bewölkter Tag mit wenig Wind. So lassen sich Reinigungsmittel gleichmäßig auftragen und gründlich abspülen. Starker Regen kann die Wirkung beeinträchtigen, während Wind das Arbeiten auf Leitern oder Gerüsten erschwert.
Fassadenreinigung mit Kärcher Schritt für Schritt
Wenn du dich dazu entscheidest, deine Fassadenreinigung selber zu machen, solltest du nicht einfach den Hochdruckreiniger anschließen und loslegen. Entscheidend sind der Untergrund, der verwendete Druck, der richtige Abstand und ein geeignetes Reinigungsmittel. Gerade bei verputzten oder gedämmten Fassaden können Fehler schnell zu abgeplatztem Putz oder Feuchtigkeitsschäden führen.
1. Fassade prüfen und Material bestimmen
Bevor du mit der Reinigung beginnst, solltest du prüfen, aus welchem Material deine Fassade besteht und ob bereits Schäden vorhanden sind. Suche nach Rissen, abgeplatztem Putz, hohlen Stellen oder beschädigten Fugen.
Robuste Untergründe wie Beton, Klinker oder viele Natursteinfassaden vertragen eine mechanische Reinigung meist besser. Bei Putzfassaden und Wärmedämmverbundsystemen solltest du deutlich vorsichtiger arbeiten.
Wenn der Putz bereits bröckelt oder größere Risse vorhanden sind, solltest du die Fassade zuerst sanieren lassen. Durch Hochdruck kann sonst Wasser hinter den Putz oder in die Dämmung gelangen.
Lesetipp: Wann sich eine Fassadensanierung lohnt und was sie kostet
Tipp: Reibe an einer unauffälligen Stelle mit der Hand über die Fassade. Wenn sich bereits dabei Sand oder Putz löst, solltest du auf eine Hochdruckreinigung verzichten.
2. Arbeitsbereich vorbereiten
Entferne Möbel, Blumentöpfe und andere Gegenstände aus dem unmittelbaren Arbeitsbereich. Pflanzen, empfindliche Bodenbeläge und Bauteile solltest du abdecken.
Besonders wichtig sind:
Fenster und Türen schließen
Außensteckdosen und elektrische Anschlüsse schützen
Leuchten und Bewegungsmelder abdecken
empfindliche Pflanzen schützen
lose Gegenstände entfernen
Fahrzeuge aus dem Spritzbereich stellen
Achte außerdem darauf, wohin das Reinigungswasser abläuft. Sobald du Reinigungsmittel oder Biozide verwendest, darf das Abwasser nicht automatisch in Boden, Regenwasserkanal oder Gewässer gelangen. Die konkreten Vorgaben können sich je nach Gemeinde unterscheiden.
3. Fassade grob vorreinigen
Entferne zuerst Spinnweben, Staub, lose Verschmutzungen und Pflanzenreste mit einem weichen Besen oder einer Fassadenbürste.
Dieser Schritt wirkt zunächst unnötig, erleichtert die eigentliche Reinigung aber deutlich. Grober Schmutz wird sonst durch den Wasserstrahl lediglich verteilt oder stärker in Vertiefungen gedrückt.
Stark vermooste Bereiche kannst du ebenfalls vorsichtig mechanisch vorbehandeln. Verwende dabei keine harte Drahtbürste, da sie den Putz beschädigen kann.
4. Testfläche anlegen
Bevor du eine komplette Wand reinigst, solltest du an einer möglichst unauffälligen Stelle eine kleine Testfläche bearbeiten.
Beginne mit möglichst geringem Druck und großem Abstand. Prüfe danach:
löst sich Putz?
verändert sich die Oberflächenstruktur?
entstehen helle oder dunkle Flecken?
werden Fugen ausgespült?
dringt Wasser in Risse ein?
Erst wenn die Testfläche nach der Reinigung unbeschädigt aussieht, solltest du mit der restlichen Fassade fortfahren.
5. Reinigungsmittel auftragen
Bei Staub und leichten Ablagerungen reicht häufig Wasser. Bei Algen, Grünbelag oder stärkeren organischen Verschmutzungen kann ein geeigneter Fassadenreiniger notwendig sein.
Verwende ausschließlich Produkte, die ausdrücklich für deinen Fassadentyp geeignet sind. Beachte dabei die Dosierung und Einwirkzeit des Herstellers.
Das Reinigungsmittel wird je nach Produkt mit einem Sprühgerät, über das Reinigungsmittelsystem des Hochdruckreinigers oder mit einer speziellen Fassadenlanze aufgetragen.
Arbeite abschnittsweise, damit das Mittel nicht antrocknet. Besonders bei direkter Sonneneinstrahlung kann dies sehr schnell passieren.
6. Richtigen Druck einstellen
Beim Kärchern einer Fassade gilt nicht, je mehr Druck, desto sauberer. Zu hoher Druck kann die Oberfläche dauerhaft beschädigen. Besonders empfindlich sind dünne Außenputze und gedämmte Fassaden.
Beginne deshalb immer mit niedrigem Druck. Häufig reichen moderate Einstellungen bereits aus. Welcher Druck tatsächlich geeignet ist, hängt stark vom Untergrund, von der Düse und vom Abstand zur Fassade ab.
Eine universelle Bar-Angabe ist deshalb nur eingeschränkt sinnvoll.
Wichtig: Verwende bei empfindlichen Fassaden keine Dreckfräse oder Rotordüse. Der punktuell sehr starke Wasserstrahl kann den Putz regelrecht aufschneiden.
Eine Flachstrahldüse ist für Fassaden meist die wesentlich sicherere Wahl.
7. Genügend Abstand zur Fassade halten
Beginne mit großem Abstand und niedrigem Druck und orientiere dich an Herstellerangaben von Fassadensystem und Reinigungsgerät. Halte die Düse zunächst etwa 50 Zentimeter von der Oberfläche entfernt. Wenn die Reinigung zu schwach ist, kannst du dich vorsichtig annähern. Bei vielen Fassaden liegt ein sinnvoller Arbeitsabstand ungefähr zwischen 30 und 50 Zentimetern. Das ist allerdings kein fixer Wert für jeden Untergrund.
Je näher du mit der Düse an die Wand gehst, desto größer wird die mechanische Belastung. Halte den Strahl möglichst gleichmäßig und bleibe nicht längere Zeit auf einer einzelnen Stelle.
8. Fassade abschnittsweise reinigen
Arbeite systematisch in überschaubaren Flächen. Dadurch erhältst du ein gleichmäßigeres Reinigungsergebnis und übersiehst keine Bereiche.
Beim Auftragen von Reinigungsmitteln kann es sinnvoll sein, von unten nach oben zu arbeiten. Dadurch entstehen weniger Laufspuren auf noch trockenen Flächen.
Beim abschließenden Klarspülen arbeitest du dagegen von oben nach unten. Schmutz und Reinigungsmittel werden dadurch in Arbeitsrichtung nach unten abgeführt. Führe den Kärcher in gleichmäßigen Bahnen und lasse die einzelnen Bereiche leicht überlappen.
9. Fenster, Fugen und Anschlüsse besonders vorsichtig reinigen
An Übergängen solltest du den Druck deutlich reduzieren.
Problematische Stellen sind insbesondere:
Fensteranschlüsse
Türrahmen
Fensterbänke
Rollladenkästen
Fugen
Kabeldurchführungen
Lüftungsöffnungen
Sockelanschlüsse
Richte den Wasserstrahl niemals direkt in Fugen oder hinter Anschlussprofile. Sonst kann Wasser hinter die Fassadenoberfläche gelangen.
Auch Fenster solltest du nicht aus kurzer Distanz mit hohem Druck reinigen. Dichtungen können dadurch beschädigt oder Wasser in den Rahmen gedrückt werden.
10. Reinigungsmittel vollständig abspülen
Nach der vorgesehenen Einwirkzeit musst du sämtliche Rückstände gründlich mit klarem Wasser entfernen. Reste von Fassadenreiniger können später Flecken verursachen oder die Oberfläche angreifen. Auch Pflanzen und angrenzende Bauteile solltest du am Ende mit ausreichend sauberem Wasser abspülen, sofern das verwendete Mittel dies zulässt. Arbeite von oben nach unten und kontrolliere die Wand anschließend auf sichtbare Laufspuren oder Rückstände.
11. Nachbehandlung und Ergebnis kontrollieren
Lass die Fassade nach der Reinigung vollständig trocknen. Erst dann lässt sich das Ergebnis zuverlässig beurteilen, da feuchte Bereiche häufig dunkler wirken und Verschmutzungen verdecken können.
Kontrolliere anschließend die gereinigten Flächen auf Risse, abgeplatzten Putz, ausgewaschene Fugen oder verbliebene Algen. Kleine Schäden solltest du möglichst früh beheben, damit keine Feuchtigkeit eindringen kann.
Bei starkem Algen- oder Pilzbefall kann zusätzlich eine geeignete Nachbehandlung mit einem Fassadenschutz sinnvoll sein. Sie verzögert das erneute Wachstum von Mikroorganismen. Prüfe jedoch vor der Anwendung, ob das Produkt für deine Fassade geeignet ist und beachte die Hinweise zur Entsorgung.
Tipp: Kehren Algen bereits nach kurzer Zeit zurück, liegt die Ursache meist in dauerhaft feuchten oder schattigen Bereichen. In diesem Fall hilft oft nur eine Kombination aus Reinigung und Beseitigung der Feuchtigkeitsquelle.
Lesetipp: Wie du Feuchtigkeit an der Fassade durch saubere Regenrinnen vermeidest
Der wichtigste Grundsatz bei der Fassadenreinigung
Wenn du unsicher bist, arbeite lieber mit weniger Druck, größerem Abstand und mehreren sanften Durchgängen. Eine Fassade muss nicht in einem einzigen Arbeitsgang vollständig sauber werden.
Besonders bei Wärmedämmverbundsystemen und älteren Putzfassaden ist eine schonende Reinigung fast immer sinnvoller als maximale Leistung des Hochdruckreinigers.
Die 8 häufigsten Fehler bei der Fassadenreinigung mit Kärcher
Die meisten Schäden entstehen nicht durch den Kärcher selbst, sondern durch eine falsche Anwendung. Wenn du diese Fehler vermeidest, schützt du deine Fassade und erzielst ein deutlich besseres Reinigungsergebnis.
1. Zu hoher Druck
Zu viel Druck kann Putz und Dämmung dauerhaft beschädigen. Starte deshalb immer mit der niedrigsten Einstellung.
2. Zu geringer Abstand
Wer die Düse zu nah an die Fassade hält, riskiert abgeplatzten Putz und sichtbare Schäden. Halte ausreichend Abstand und arbeite gleichmäßig.
3. Die Rotordüse verwenden
Die Dreckfräse ist für die meisten Putzfassaden ungeeignet. Nutze stattdessen eine Flachstrahldüse.
4. Ohne Testfläche beginnen
Jede Fassade reagiert anders. Teste Druck und Reinigungsmittel immer zuerst an einer unauffälligen Stelle.
5. Bei praller Sonne reinigen
Reinigungsmittel trocknen zu schnell und hinterlassen häufig Flecken oder Streifen. Ideal sind trockene, bewölkte Tage.
6. Das falsche Reinigungsmittel wählen
Verwende nur Reiniger, die für deinen Fassadentyp geeignet sind, und halte dich an die Herstellerangaben.
7. Die Ursache des Algenbefalls ignorieren
Ohne Nachbehandlung oder Beseitigung der Feuchtigkeitsquelle kommen Algen oft schon nach kurzer Zeit zurück.
8. Sicherheitsmaßnahmen vernachlässigen
Arbeite nur auf einem sicheren Untergrund, schütze elektrische Anschlüsse und trage geeignete Schutzkleidung.
Tipp: Weniger Druck und mehrere schonende Reinigungsgänge sind fast immer besser als maximale Leistung auf den ersten Versuch.
Fazit
Eine saubere Fassade ist weit mehr als nur Optik. Sie ist aktiver Bautenschutz, der teure Folgeschäden verhindert. Ob du nun selbst zum Hochdruckreiniger greifst oder einen Fachbetrieb beauftragst, hängt von deiner Zeit und deinem handwerklichen Geschick ab. Mit der richtigen Ausrüstung und etwas Geduld kannst du im DIY-Verfahren tausende Euro sparen und den Glanz deiner Immobilie für viele Jahre bewahren. Sei jedoch wachsam gegenüber dubiosen Lockangeboten und setze lieber auf Qualität, damit deine Visitenkarte am Ende nicht zum Sanierungsfall wird.
Häufig gestellte Fragen zu diesem Thema
Hier findest du alle Antworten auf die wichtigsten Fragen zu diesem Thema.
Darf ich meine Fassade mit dem Hochdruckreiniger reinigen, wenn sie gedämmt ist?
Welches Reinigungsmittel ist für Algen am besten geeignet?
Wie oft sollte man eine Fassade reinigen lassen?
Wer haftet, wenn bei der Reinigung das Abwasser in den Garten läuft?
Kann ich die Fassadenreinigung auf die Mieter umlegen?
Du möchtest keine Artikel mehr verpassen?
Melde dich jetzt bei unserem Newsletter an.
Die Inhalte dieses Artikels dienen ausschließlich der allgemeinen Information und stellen keine Rechtsberatung im Einzelfall dar. Bitte wende dich bei rechtlichen Fragen oder individuellen Anliegen an eine qualifizierte Rechtsberatung. Trotz sorgfältiger Recherche kann keine Gewähr für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der bereitgestellten Informationen übernommen werden. Eine Haftung für direkte oder indirekte Schäden, die aus der Nutzung der Informationen entstehen, ist, soweit zulässig, ausgeschlossen. Weitere Hinweise und der vollständige Haftungsausschluss sind im Impressum einsehbar.
Redaktioneller Hinweis: Bei der Erstellung dieses Artikels wurden KI-gestützte Werkzeuge unterstützend eingesetzt. Dies umfasst gegebenenfalls auch die Erstellung, Bearbeitung oder Anpassung von Bildmaterial. KI-generierte Darstellungen können dabei auch fiktive Motive enthalten. Die abschließende redaktionelle Bearbeitung und Veröffentlichung erfolgten durch Flatwise.


