Markt
Immobilienmarkt Kärnten 2026
Trend, Preise und Prognosen
Immobilienmarkt Kärnten 2026: Preise, Regionen und Prognosen im Überblick. Erfahre, wo sich Investments für Vermieter:innen jetzt besonders lohnen.

Edwin Schneider
Einleitung
Nach zwei Jahren der Zurückhaltung kommt wieder Bewegung in den Kärntner Immobilienmarkt. Die gesunkenen Finanzierungskosten, eine verbesserte Leistbarkeit und die schrittweise Rückkehr vieler Kaufinteressent:innen sorgen dafür, dass sich Angebot und Nachfrage zunehmend annähern. Gleichzeitig bleibt der Neubau auf einem historisch niedrigen Niveau, eine Entwicklung, die mittelfristig wieder zu einem knapperen Angebot und steigenden Preisen führen könnte.
Für Vermieter:innen und Investor:innen ist Kärnten dabei besonders interessant. Das Bundesland zählt weiterhin zu den leistbarsten Eigentumsmärkten Österreichs und bietet gleichzeitig attraktive Teilmärkte mit sehr unterschiedlichen Entwicklungschancen. Während Klagenfurt, Villach und die Seenregionen von einer konstant hohen Nachfrage profitieren, gewinnt auch das Lavanttal durch die Koralmbahn zunehmend an Bedeutung. Gleichzeitig rücken energieeffiziente Bestandsimmobilien und gut angebundene Wohnlagen stärker in den Fokus als noch vor wenigen Jahren.
In diesem Marktbericht erfährst du, wie sich die Immobilienpreise 2026 entwickeln, welche Regionen besonders interessant sind, wo sich Investitionen lohnen und welche Prognosen Expert:innen für den Kärntner Immobilienmarkt abgeben.
Der Immobilienmarkt Kärnten 2026 im Überblick
Der Kärntner Immobilienmarkt befindet sich 2026 wieder in einer Phase der Stabilisierung. Nachdem die hohen Zinsen und die strengen Kreditvergaberegeln den Markt in den Jahren 2023 und 2024 deutlich ausgebremst hatten, sorgen bessere Finanzierungsbedingungen und eine höhere Planungssicherheit wieder für steigende Transaktionszahlen. Laut diversen Expert:innen hat sich der Markt in Kärnten 2025 spürbar erholt und setzt diesen positiven Trend auch 2026 fort.
Bemerkenswert ist dabei, dass sich die Preisentwicklung weiterhin auf einem vergleichsweise moderaten Niveau bewegt. In Klagenfurt stiegen die Preise für Eigentumswohnungen im Erstbezug um 1,99 %, für gebrauchte Eigentumswohnungen um 2,02 %, während Einfamilienhäuser um 2,29 % zulegten. Auch neuwertige Mietwohnungen verteuerten sich mit +2,18 % nur moderat und damit weiterhin unterhalb der allgemeinen Inflation. Lediglich Reihenhäuser zeigten mit −0,04 % praktisch eine Seitwärtsbewegung.
Kärnten gehört trotz der jüngsten Preissteigerungen weiterhin zu den günstigsten Eigentumsmärkten Österreichs. Der durchschnittliche Quadratmeterpreis für Einfamilienhäuser lag im ersten Quartal 2026 bei rund 3.180 €/m² und damit österreichweit auf dem zweitniedrigsten Niveau nach dem Burgenland. Gegenüber dem ersten Quartal 2025 entspricht das einem Preisplus von 4,5 %. Seit der Zinswende im Jahr 2022 sind die Hauspreise in Kärnten insgesamt um rund 4 % gestiegen, während sie in vielen anderen Bundesländern zwischenzeitlich rückläufig waren.
Gleichzeitig zeichnet sich jedoch eine Entwicklung ab, die den Markt in den kommenden Jahren wesentlich beeinflussen dürfte, denn der Wohnungsneubau befindet sich auf einem historischen Tiefstand. Im Jahr 2025 wurden in Kärnten lediglich etwas mehr als 1.350 Baugenehmigungen für neue Wohnungen erteilt, das entspricht einem Rückgang von rund 60 % gegenüber 2021. Daher besteht das Risiko einer möglichen Angebotsverknappung, sollte sich die Bautätigkeit nicht wieder deutlich erhöhen.
Für Vermieter:innen bedeutet diese Entwicklung vor allem, gut gelegene und energieeffiziente Bestandsimmobilien gewinnen weiter an Attraktivität. Während das Angebot an Neubauten zurückgeht, bleibt die Nachfrage nach qualitativ hochwertigem Wohnraum stabil, insbesondere in den wirtschaftlich starken Regionen rund um Klagenfurt und Villach sowie entlang der Koralmbahn.
Immobilienpreise in Kärnten nach Regionen
Der Kärntner Immobilienmarkt ist regional sehr unterschiedlich. Während sich Klagenfurt, Villach und die Seenregionen seit Jahren auf einem hohen Preisniveau bewegen, bieten viele Bezirke in Unter- und Oberkärnten nach wie vor vergleichsweise günstige Einstiegsmöglichkeiten. Gleichzeitig gewinnen Regionen entlang der Koralmbahn zunehmend an Attraktivität und könnten in den kommenden Jahren überdurchschnittlich von der verbesserten Infrastruktur profitieren.
Die folgende Übersicht zeigt die wichtigsten Marktdaten für ausgewählte Regionen Kärntens.
Klagenfurt & Wörthersee: Höchstes Preisniveau Kärntens
Klagenfurt bleibt auch 2026 der teuerste Wohnimmobilienmarkt Kärntens. Laut Marktdaten liegt der durchschnittliche Transaktionspreis für Einfamilienhäuser bei etwa 4.120 €/m² und damit deutlich über dem Kärntner Durchschnitt von rund 3.170 €/m².
Gegenüber dem Vorjahr stiegen die Preise für Eigentumswohnungen im Erstbezug um knapp 2 %, gebrauchte Eigentumswohnungen um knapp über 2 % und Einfamilienhäuser um etwa 2,30 %. Damit bewegen sich die Preissteigerungen weiterhin unterhalb der Inflation und sprechen für einen insgesamt stabilen Markt.
Besonders gefragt bleiben innenstadtnahe Wohnlagen sowie die Gemeinden rund um den Wörthersee. Die Kombination aus hoher Lebensqualität, guter Infrastruktur und begrenztem Angebot sorgt dafür, dass hochwertige Immobilien langfristig wertstabil bleiben. Für Vermieter:innen zählen Klagenfurt und der Wörthersee weiterhin zu den attraktivsten Standorten Kärntens, allerdings sind hier auch die Einstiegspreise deutlich am höchsten.
Villach & Faaker See/Ossiacher See: Wirtschaftsstarker Wohnstandort
Villach profitiert von seiner Rolle als zweites wirtschaftliches Zentrum Kärntens. Internationale Unternehmen, der Technologiepark, die Nähe zu Italien und Slowenien sowie die ausgezeichnete Verkehrsanbindung sorgen für eine konstant hohe Nachfrage nach Wohnraum. Gleichzeitig gewinnen die umliegenden Seenregionen, insbesondere der Faaker See und der Ossiacher See, sowohl bei Eigennutzer:innen als auch bei Investor:innen an Bedeutung.
Die Marktberichte zeigen übereinstimmend, dass Villach zu den hochpreisigen Wohnungsmärkten Kärntens zählt und sich preislich unmittelbar hinter Klagenfurt einordnet. Besonders moderne Wohnungen mit guter Energieeffizienz sowie Immobilien in Seenähe bleiben stark nachgefragt. Für Vermieter:innen sprechen die wirtschaftliche Stärke der Region, eine stabile Bevölkerungsentwicklung und eine dauerhaft hohe Mietnachfrage für ein langfristig attraktives Investment.
Spittal an der Drau & Oberkärnten: Hohe Lebensqualität und stabile Nachfrage
Der Bezirk Spittal an der Drau zählt zu den vielfältigsten Immobilienmärkten Kärntens. Während die Bezirkshauptstadt vor allem als regionales Wirtschafts- und Bildungszentrum fungiert, prägen der Millstätter See, der Weißensee sowie zahlreiche Tourismusgemeinden den Immobilienmarkt in Oberkärnten. Entsprechend unterscheiden sich auch die Preisniveaus innerhalb der Region deutlich.
Rund um den Millstätter See zählen Immobilien weiterhin zu den begehrtesten Wohn- und Freizeitobjekten Kärntens. Die Kombination aus hoher Lebensqualität, landschaftlicher Attraktivität und einem begrenzten Angebot sorgt dafür, dass hochwertige Wohnimmobilien langfristig wertstabil bleiben. Gleichzeitig profitieren Gemeinden im Umland von einer konstanten Nachfrage nach Hauptwohnsitzen und hochwertigen Mietwohnungen.
Abseits der Premiumlagen zeigt sich der Markt deutlich leistbarer als in Klagenfurt oder Villach. Dadurch ergeben sich insbesondere für Vermieter:innen interessante Einstiegsmöglichkeiten. Gut sanierte Bestandswohnungen und Einfamilienhäuser mit moderaten Betriebskosten lassen sich aufgrund des vergleichsweise geringen Neubauangebots weiterhin gut vermieten.
Lesetipp: Altbausanierung in Österreich
Für Investor:innen bietet Oberkärnten vor allem langfristige Stabilität. Während spektakuläre Preissteigerungen kurzfristig eher unwahrscheinlich sind, überzeugen viele Gemeinden durch eine solide Nachfrage, eine hohe Wohnqualität und eine insgesamt ausgewogene Marktentwicklung.
Lavanttal & Wolfsberg: Die Koralmbahn als Wachstumsmotor
Kaum eine Region Kärntens dürfte sich in den kommenden Jahren so stark verändern wie das Lavanttal. Mit der Inbetriebnahme der Koralmbahn verbessert sich die Erreichbarkeit Richtung Graz und Südösterreich erheblich. Dadurch gewinnt insbesondere der Raum Wolfsberg und St. Paul im Lavanttal sowohl für Eigennutzer:innen als auch für Investor:innen deutlich an Attraktivität.
Noch zählt Wolfsberg zu den günstigsten Wohnungsmärkten Kärntens. Bei Einfamilienhäusern weist Raiffeisen Kärnten einen durchschnittlichen Transaktionspreis von 2.428 €/m² aus – den niedrigsten Wert unter den größeren Kärntner Bezirken. Gerade dieser Preisunterschied macht die Region für langfristig orientierte Investor:innen interessant.
Bereits heute beobachten Immobilienexpert:innen steigendes Interesse entlang der neuen Bahntrasse. Besonders bei Baugrundstücken rund um St. Paul im Lavanttal sind erste Preissteigerungen sichtbar.Die Baulandpreise haben sich dort in den vergangenen Jahren teilweise nahezu verdoppelt und bewegen sich inzwischen bei rund 70 bis 150 €/m². Gleichzeitig wird erwartet, dass sich die verbesserte Erreichbarkeit mittelfristig auch positiv auf den Wohnungsmarkt auswirkt.
Für Vermieter:innen bietet das Lavanttal deshalb eine interessante Kombination aus vergleichsweise niedrigen Einstiegspreisen und langfristigem Entwicklungspotenzial. Wer heute investiert, könnte von den infrastrukturellen Veränderungen der kommenden Jahre profitieren.
Wichtiger Hinweis: Die Koralmbahn beeinflusst den Immobilienmarkt bereits heute. Während sich die stärksten Effekte aktuell bei Baugrundstücken zeigen, rechnen viele Marktbeobachter:innen damit, dass sich die verbesserte Anbindung mittelfristig auch in einer höheren Nachfrage nach Wohnimmobilien niederschlagen wird.
Ländliche Regionen: Leistbarer Einstieg mit regionalen Unterschieden
Abseits der Ballungsräume bieten Regionen wie das Gurktal, Metnitztal oder Mölltal weiterhin vergleichsweise günstige Einstiegsmöglichkeiten. Die Immobilienpreise liegen hier deutlich unter jenen der Städte oder Seenregionen. Gleichzeitig unterscheiden sich die Entwicklungsperspektiven jedoch stärker als in den urbanen Zentren.
Während einige Gemeinden mit Bevölkerungsrückgängen und einer alternden Bevölkerung konfrontiert sind, profitieren andere von ihrer hohen Lebensqualität, dem Tourismus oder einer guten regionalen Infrastruktur. Für Vermieter:innen bedeutet das: Die Mikrolage gewinnt noch stärker an Bedeutung als der Durchschnittspreis einer gesamten Region.
Wer in ländliche Regionen investiert, sollte daher insbesondere auf Faktoren wie Bevölkerungsentwicklung, Arbeitsplatzangebot, Verkehrsanbindung und die langfristige Nachfrage nach Mietwohnungen achten. Gelingt dies, können auch außerhalb der Städte attraktive Renditen erzielt werden, häufig zu deutlich geringeren Einstiegskosten als in den Premiumlagen Kärntens.
Bezirk / Region | Ø Kaufpreis Wohnung gebraucht | Ø Kaufpreis Neubau-Wohnung | Ø Baugrundstück | Ø Kaufpreis Einfamilienhaus |
|---|---|---|---|---|
Klagenfurt (Stadt) | € 2.950,00 | € 4.950,00 | € 280,00 | € 4120,00 |
Wörthersee (Region) | € 5.400,00 | € 9.500,00 | € 780,00 | € 6.200,00 |
Villach (Stadt) | € 2.750,00 | € 4.450,00 | € 220,00 | € 3.050,00 |
Spittal an der Drau | € 2.250,00 | € 3.850,00 | € 135,00 | € 2.450,00 |
Oberkärnten (Region) | € 2.100,00 | € 3.600,00 | € 110,00 | € 2.300,00 |
Faaker See / Ossiacher See (Region) | € 3.650,00 | € 6.200,00 | € 380,00 | € 4.300,00 |
Lavanttal & Wolfsberg | € 1.850,00 | € 3.250,00 | € 95,00 | € 2.420 |
Völkermarkt | € 1.750,00 | € 3.100,00 | € 85,00 | € 1.850,00 |
Ländliche Regionen (Gurktal / Mölltal) | € 1.450,00 | € 2.750,00 | € 65,00 | € 1.650,00 |
Kärnten (Gesamtschnitt) | € 2.480,00 | € 4.250,00 | € 145,00 | € 3170,00 |
Anmerkung: Bei den Quadratmeterpreisen für Einfamilienhäuser ist der anteilige Grundstückswert bei ortsüblicher Garten- und Parzellengröße eingerechnet.
Wichtiger Hinweis: Bei See-Regionen (Wörthersee, Ossiacher/Faaker See) sind die Bandbreiten extrem hoch. Erst-Reihe-Objekte mit direktem Seezugang erzielen Spitzenpreise weit über den regionalen Durchschnittswerten z.B. Neubau-Penthouse mit Seeblick oft € 12.000,– bis € 18.000,–/m².
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Wo Investor:innen 2026 die besten Chancen finden
Der Kärntner Immobilienmarkt bietet 2026 attraktive Investitionsmöglichkeiten, allerdings nicht überall aus denselben Gründen. Während manche Regionen vor allem durch ihre langfristige Wertentwicklung überzeugen, stehen andernorts höhere Mietrenditen oder zukünftige Infrastrukturprojekte im Vordergrund. Für Vermieter:innen lohnt sich daher ein genauer Blick auf die regionalen Unterschiede.
Klagenfurt und Wörthersee: Wertstabilität in Premiumlagen
Klagenfurt und die Gemeinden rund um den Wörthersee bleiben die erste Adresse für langfristig wertstabile Immobilieninvestments. Die hohe Lebensqualität, eine starke Wirtschaftsstruktur und das begrenzte Angebot an Bauflächen sorgen dafür, dass die Nachfrage dauerhaft hoch bleibt. Gleichzeitig bewegen sich die Kaufpreise bereits auf einem entsprechend hohen Niveau.
Für Vermieter:innen eignen sich diese Lagen vor allem dann, wenn eine langfristige Wertentwicklung wichtiger ist als eine möglichst hohe Anfangsrendite. Besonders moderne Eigentumswohnungen mit guter Energieeffizienz sowie gut gelegene Bestandsobjekte profitieren von einer konstant hohen Nachfrage.
Lesetipp: Nachhaltigkeit & Energieeffizienz in der Vermietung
Villach: Wirtschaftskraft trifft stabile Mietnachfrage
Villach zählt zu den dynamischsten Wohnstandorten Kärntens. Die Stadt profitiert von internationalen Technologieunternehmen, einer guten Verkehrsanbindung sowie der Nähe zu Italien und Slowenien. Dadurch bleibt die Nachfrage nach Mietwohnungen auf einem konstant hohen Niveau.
Für Investor:innen bietet Villach eine ausgewogene Kombination aus Wertstabilität und laufenden Mieterträgen. Besonders gefragt sind gut angebundene Wohnungen mittlerer Größe sowie energieeffiziente Neubau- und Bestandswohnungen. Auch die Seenregionen rund um den Faaker See und Ossiacher See erhöhen die Attraktivität des Standorts zusätzlich.
Wichtiger Hinweis: Nicht jede Region verfolgt dieselbe Entwicklung. Während Premiumlagen vor allem durch ihre Wertstabilität überzeugen, bieten Regionen entlang der Koralmbahn das größere Entwicklungspotenzial. Für Vermieter:innen sollte deshalb nicht ausschließlich der Kaufpreis entscheidend sein, sondern immer auch Faktoren wie Infrastruktur, Bevölkerungsentwicklung, Arbeitsplatzangebot und die langfristige Nachfrage nach Mietwohnungen.
Lavanttal: Langfristiges Potenzial durch die Koralmbahn
Wer langfristig investiert, sollte das Lavanttal besonders im Blick behalten. Die neue Koralmbahn verkürzt die Fahrzeit zwischen Klagenfurt und Graz erheblich und schafft einen gemeinsamen Wirtschaftsraum Südösterreich. Bereits heute beobachten Immobilienexpert:innen eine steigende Nachfrage nach Baugrundstücken und Wohnimmobilien entlang der neuen Bahnstrecke.
Da das Preisniveau im Bezirk Wolfsberg weiterhin deutlich unter jenem der Ballungsräume liegt, bestehen hier attraktive Einstiegsmöglichkeiten. Für langfristig orientierte Vermieter:innen könnte sich die Region deshalb zu einem der spannendsten Teilmärkte Kärntens entwickeln.
Oberkärnten: Solide Nachfrage statt kurzfristiger Preissprünge
Regionen wie Spittal an der Drau oder der Raum rund um den Millstätter See überzeugen weniger durch starke kurzfristige Preissteigerungen als vielmehr durch eine stabile Nachfrage und eine hohe Wohnqualität. Besonders in touristisch attraktiven Gemeinden bleibt das Angebot begrenzt, wodurch hochwertige Immobilien langfristig wertbeständig bleiben. Für klassische Wohnrauminvestments stehen hier vor allem nachhaltige Vermietbarkeit und stabile Erträge im Vordergrund.
Mietmarkt Kärnten 2026
Auch am Mietmarkt zeigt sich 2026 ein insgesamt stabiles Bild. Die Nachfrage nach qualitativ hochwertigem Wohnraum bleibt hoch, insbesondere in den Ballungsräumen Klagenfurt und Villach. Gleichzeitig sorgt die geringe Neubautätigkeit dafür, dass das Angebot an modernen Mietwohnungen nur langsam wächst. Mittelfristig dürfte dies den Mietmarkt zusätzlich stützen und die Nachfrage regional teils deutlich erhöhen.
Für Vermieter:innen gewinnt dabei die Qualität der Immobilie zunehmend an Bedeutung. Mieter:innen achten heute stärker auf Energieeffizienz, niedrige Betriebskosten, moderne Grundrisse sowie eine gute Anbindung an den öffentlichen Verkehr. Gut sanierte Bestandswohnungen können dadurch oftmals mit Neubauten konkurrieren und erzielen entsprechend stabile Mieterträge.
Regional zeigen sich jedoch deutliche Unterschiede. Während in Klagenfurt und Villach eine kontinuierlich hohe Nachfrage nach Mietwohnungen besteht, hängt die Vermietbarkeit in ländlicheren Regionen wesentlich stärker von der jeweiligen Mikrolage ab. Gemeinden mit guter Infrastruktur, Arbeitsplätzen und Verkehrsanbindung entwickeln sich häufig deutlich positiver als Regionen mit rückläufiger Bevölkerungsentwicklung. Ein Investment sollte daher wohlüberlegt getätigt werden.
Hinzu kommt, dass der Wohnungsneubau in Kärnten weiterhin unter Druck steht. Laut Branchenberichten befindet sich die Zahl der neu errichteten Wohnungen weiterhin deutlich unter dem tatsächlichen Bedarf. Sollte sich diese Entwicklung fortsetzen, könnte das Angebot an Mietwohnungen in den kommenden Jahren weiter sinken und den Druck auf den Mietmarkt erneut merklich erhöhen.
Prognose für den Immobilienmarkt Kärnten 2026
Für den weiteren Jahresverlauf rechnen Expert:innen mit einer insgesamt stabilen Entwicklung. Sinkende Finanzierungskosten und die wieder gestiegene Nachfrage sprechen für leicht steigende Immobilienpreise, gleichzeitig wirken die schwache demografische Entwicklung und die weiterhin hohe Unsicherheit im Neubausektor dämpfend. Expert:innen gehen deshalb davon aus, dass Wohneigentum in Kärnten auch künftig teurer wird, allerdings nicht stärker als im österreichweiten Durchschnitt.
Die größten Chancen sehen Marktbeobachter:innen in energieeffizienten Bestandsimmobilien, gut angebundenen Wohnlagen sowie Regionen entlang der Koralmbahn. Gleichzeitig dürfte die geringe Neubautätigkeit das Angebot an Wohnraum mittelfristig weiter verknappen. Es wird bereits davor gewarnt, dass ohne zusätzliche Impulse im Neubau und bei Sanierungen das derzeit stabile Marktgleichgewicht in den kommenden Jahren kippen könnte.
Für Vermieter:innen bedeutet das, wer heute in eine qualitativ hochwertige Immobilie an einem guten Standort investiert, findet in Kärnten auch 2026 weiterhin ein attraktives Marktumfeld, vorausgesetzt, die Mikrolage und die langfristigen Entwicklungsperspektiven werden sorgfältig berücksichtigt und auf die individuellen Bedürfnisse abgestimmt.
Fazit
Der Kärntner Immobilienmarkt hat die schwierigen Jahre nach der Zinswende weitgehend hinter sich gelassen. Die Nachfrage zieht wieder an, die Preise entwickeln sich moderat und Eigentum bleibt im Bundesländervergleich vergleichsweise leistbar. Gleichzeitig unterscheiden sich die regionalen Teilmärkte stärker denn je.
Für Vermieter:innen ergeben sich daraus interessante Chancen. Klagenfurt, Villach und die Seenregionen überzeugen durch langfristige Wertstabilität, während das Lavanttal mit der Koralmbahn überdurchschnittliches Entwicklungspotenzial bietet. Gut sanierte und energieeffiziente Bestandsimmobilien bleiben dabei die gefragtesten Anlageobjekte.
Entscheidend für den langfristigen Erfolg ist jedoch weniger das Bundesland als die konkrete Mikrolage. Wer Infrastruktur, Bevölkerungsentwicklung und regionale Nachfrage sorgfältig berücksichtigt, findet in Kärnten auch 2026 attraktive Investitionsmöglichkeiten.
Häufig gestellte Fragen zu diesem Thema
Hier findest du alle Antworten auf die wichtigsten Fragen zu diesem Thema.
Wie entwickeln sich die Immobilienpreise in Kärnten 2026?
Welche Regionen bieten das größte Wertsteigerungspotenzial?
Ist Kärnten für Vermieter:innen interessant?
Welche Immobilien sind derzeit besonders gefragt?
Welche Rolle spielt die Koralmbahn für den Immobilienmarkt?
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