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Gartengestaltung Kosten: Was Garten & Außenanlage wirklich kosten
Was kostet Gartengestaltung wirklich? Überblick zu Preisen, Kosten pro m² und konkreten Beispielen für Garten und Außenanlagen in Österreich.

Johannes Reichl
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Ein eigener Garten ist für viele der Inbegriff von Freiheit. Ein Platz zum Runterkommen, draußen sitzen, Freunde einladen oder einfach ein bisschen Natur vor der eigenen Haustür haben.
Die Vorstellung ist meist schnell da. Ein schöner Rasen, vielleicht eine Terrasse, ein paar Pflanzen und fertig. In der Realität merkt man aber ziemlich schnell, dass das Thema deutlich größer ist als gedacht.
Gerade die Kosten für die Gartengestaltung werden oft unterschätzt. Während beim Haus oder bei der Wohnung vieles genau geplant wird, wird der Außenbereich häufig erst am Ende berücksichtigt. Und genau dann wird es plötzlich teuer.
Leider besteht ein Garten nicht nur aus Rasen und Blumen. Erdarbeiten, Wege, Terrasse, Bepflanzung oder Technik summieren sich schnell und selbst einfache Gärten kosten oft mehr als erwartet, bei aufwendigeren Projekten geht es schnell in einen deutlich höheren Bereich.
Gleichzeitig hast du aber viel Spielraum. Je nachdem, wie du planst und welche Entscheidungen du triffst, kann ein Garten relativ günstig oder überraschend teuer werden.
In diesem Artikel bekommst du einen klaren Überblick darüber, was dich bei der Gartengestaltung wirklich kostet, welche Faktoren den Preis beeinflussen und wo du sinnvoll sparen kannst.
Das Wichtigste auf einen Blick
Bevor wir tiefer in die einzelnen Kostenpunkte gehen, bekommst du hier einen schnellen Überblick. So hast du direkt ein Gefühl dafür, in welchem Rahmen sich Gartengestaltung typischerweise bewegt.
💰 einfache Gartengestaltung: ca. 30 bis 80 € pro m²
🏡 mittlere Ausstattung: ca. 80 bis 150 € pro m²
🌿 hochwertige Gestaltung: ab ca. 150 € pro m² aufwärts
Wichtig: Die tatsächlichen Kosten hängen stark vom Zustand des Grundstücks, der Planung und deinen Ansprüchen ab. Zwei Gärten mit gleicher Größe können sich preislich deutlich unterscheiden.
Was gehört zur Gartengestaltung überhaupt dazu?
Viele unterschätzen die Kosten, weil sie beim Thema Garten nur an Rasen und Pflanzen denken. In der Praxis steckt aber deutlich mehr dahinter. Ein Großteil der Kosten entsteht nicht durch das, was man sieht, sondern durch die Vorbereitung und die Struktur des Gartens.
Um die Kosten richtig einschätzen zu können, ist es wichtig zu verstehen, welche Bereiche überhaupt zur Gartengestaltung gehören.
Erdarbeiten und Vorbereitung
Bevor überhaupt etwas gestaltet wird, muss der Untergrund vorbereitet werden. Dazu zählen zum Beispiel das Abtragen von Erde, das Planieren oder das Anlegen eines stabilen Unterbaus für Wege und Terrassen.
Diese Arbeiten sind oft unsichtbar, machen aber einen großen Teil der Gesamtkosten aus.
Rasen und Bepflanzung
Das ist der Teil, den man am stärksten wahrnimmt. Je nach Anspruch kann das sehr unterschiedlich ausfallen.
Ein einfacher Rasen ist vergleichsweise günstig. Aufwendigere Bepflanzung mit Sträuchern, Bäumen oder Beeten kann die Kosten jedoch deutlich erhöhen.
Wege, Einfahrt und Terrasse
Befestigte Flächen gehören fast immer zur Gartengestaltung dazu. Dazu zählen Wege, Einfahrten oder Sitzbereiche.
Hier entstehen oft die größten Kosten, vor allem durch Material und Aufbau. Pflastersteine, Naturstein oder Holz unterscheiden sich preislich deutlich.
Technik und Extras
Je nach Anspruch kommen zusätzliche Elemente dazu, die den Garten komfortabler machen.
Typische Beispiele sind:
💧 Bewässerungssysteme
💡 Außenbeleuchtung
🏊 Pool oder Wasserflächen
🥩 Outdoor-Küche oder Sitzbereiche
Diese Extras sind nicht zwingend notwendig, können die Kosten aber stark erhöhen.
Tipp: Überlege dir früh, welche Bereiche für dich wirklich wichtig sind. Nicht alles muss sofort umgesetzt werden. Viele Elemente lassen sich auch später ergänzen.
Lesetipp: Grillen am Balkon: Was Vermieter:innen in Österreich wissen müssen
Was kostet Gartengestaltung wirklich?
Die zentrale Frage ist natürlich, was dich ein Garten am Ende wirklich kostet. Die ehrliche Antwort ist, dass die Spannbreite groß ist. Trotzdem gibt es klare Richtwerte, an denen du dich orientieren kannst.
Am einfachsten lässt sich das Ganze über den Preis pro Quadratmeter einordnen.
Kosten pro m² im Überblick
Je nach Anspruch und Ausstattung bewegen sich die Kosten meist in diesen Bereichen. Wie zu beginn des Artikels erwähnt, nochmal die wichtigsten Abstufungen und deren grobe Kosten:
💰 einfache Gartengestaltung: ca. 30 bis 80 € pro m²
🏡 mittlere Ausstattung: ca. 80 bis 150 € pro m²
🌿 hochwertige Gestaltung: ab ca. 150 € pro m² aufwärts
Diese Werte sind als grobe Orientierung gedacht. Entscheidend ist immer, was genau umgesetzt wird.
Einfache Gartengestaltung
Hier geht es um die Basics. Der Garten wird funktional angelegt, ohne große Extras.
Typisch sind:
einfacher Rasen
grundlegende Bepflanzung
einfache Wege oder kleine Sitzflächen
Diese Variante ist die günstigste, erfüllt aber die wichtigsten Anforderungen.
Mittlere Ausstattung
In diesem Bereich entsteht ein deutlich gestalteter Garten mit klaren Strukturen.
Dazu gehören oft:
hochwertigerer Rasen oder Rollrasen
durchdachte Bepflanzung
Terrasse oder größere Sitzbereiche
saubere Wege und Übergänge
Hier bewegen sich die meisten Gärten im privaten Bereich.
Hochwertige Gartengestaltung
Bei dieser Variante steht Design und Komfort im Vordergrund. Der Garten wird zu einem echten Lebensraum.
Typische Elemente sind:
große Terrassen oder Holzdecks
aufwendige Bepflanzung
Beleuchtung und Bewässerung
zusätzliche Features wie Pool oder Outdoor-Bereich
Die Kosten steigen hier schnell, vor allem durch Material und Technik.
Wichtig: Zwei Gärten mit gleicher Größe können preislich völlig unterschiedlich sein. Entscheidend ist nicht die Fläche, sondern wie viel Gestaltung tatsächlich umgesetzt wird.
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Typische Kosten im Überblick
Um ein besseres Gefühl für die Gesamtkosten zu bekommen, lohnt es sich, die einzelnen Bestandteile genauer anzusehen. Denn oft sind es nicht die großen Entscheidungen, sondern viele einzelne Posten, die sich summieren.
Hier bekommst du einen realistischen Überblick über typische Kostenbereiche.
Erdarbeiten
Bevor der Garten überhaupt gestaltet wird, muss wie bereits erwähnt der Untergrund vorbereitet werden. Je nach Ausgangssituation kann das einfach oder aufwendig sein.
Typische Kosten: Ca. 10 bis 40 € pro m²
Bei schwierigen Bodenverhältnissen oder starkem Gefälle kann es auch deutlich teurer werden.
Rasen
Beim Rasen hast du die Wahl zwischen Einsaat und Rollrasen.
Typische Kosten:
🌱 Einsaat: ca. 5 bis 10 € pro m²
🌿 Rollrasen: ca. 15 bis 30 € pro m²
Rollrasen ist teurer, sorgt aber sofort für ein fertiges Ergebnis.
Bepflanzung
Die Kosten für Pflanzen variieren stark, je nach Auswahl und Größe.
Typische Kosten:
🌳 kleine Pflanzen: ab ca. 10 €
🌿 Sträucher: ca. 30 bis 150 €
🌲 Bäume: ab ca. 100 € bis mehrere hundert oder sogar tausend Euro
Hier gibt es nach oben kaum Grenzen.
Lesetipp: Bäume auf dem Grundstück - Pflichten & Risiken für Vermieter in Österreich
Wege und Pflasterflächen
Befestigte Flächen gehören zu den größten Kostenpunkten.
Typische Kosten:
🧱 einfache Pflasterung: ca. 40 bis 80 € pro m²
🏡 hochwertige Materialien: ca. 80 bis 150 € pro m²
Naturstein oder spezielle Materialien können deutlich teurer sein.
Terrasse
Die Terrasse ist oft das Herzstück des Gartens und entsprechend ein wichtiger Kostenfaktor.
Typische Kosten:
🪵 Holzterrasse: ca. 80 bis 150 € pro m²
🧱 Stein- oder Plattenterrasse: ca. 100 bis 200 € pro m²
Auch hier spielt die Materialwahl eine große Rolle.
Technik und Extras
Zusätzliche Ausstattung kann die Kosten schnell erhöhen.
Typische Kosten:
💧 Bewässerungssystem: ab ca. 1.000 €
💡 Außenbeleuchtung: ab ca. 500 €
🏊 Pool: ab ca. 10.000 - 20.000 € aufwärts
Tipp: Viele dieser Elemente sind nicht zwingend notwendig. Überlege dir, welche Bereiche du wirklich brauchst und welche du später ergänzen kannst.
Lesetipp: Hecke schneiden & Gartenpflege – Pflichten für Vermieter klar erklärt
Beispiel: Was kostet ein typischer Garten?
Um die Zahlen greifbarer zu machen, schauen wir uns ein realistisches Beispiel an. So bekommst du ein besseres Gefühl dafür, wie sich die einzelnen Kosten am Ende zusammensetzen.
Ausgangssituation
Ein Garten mit etwa 300 m² Fläche bei einem Einfamilienhaus. Der Untergrund ist vorbereitet, es handelt sich also nicht um ein schwieriges Grundstück.
Ziel ist ein funktionaler, aber gepflegter Garten mit Terrasse, Rasen und etwas Bepflanzung.
Umsetzung im Überblick
Ca. 200 m² Rasenfläche | Terrasse mit ca. 30 m² | einfache Wege und Übergänge | grundlegende Bepflanzung mit Sträuchern und kleineren Pflanzen
Typische Kosten in diesem Beispiel
🌱 Rasen (Rollrasen): ca. 4.000 €
🧱 Terrasse (mittlere Qualität): ca. 4.500 €
🚶 Wege und Pflasterflächen: ca. 3.000 €
🌿 Bepflanzung: ca. 2.000 €
🧱 Erdarbeiten und Vorbereitung: ca. 3.000 €
Gesamtkosten: Insgesamt etwa 16.000 bis 20.000 €
Die größten Kostentreiber
Nicht alles im Garten kostet gleich viel. Einige Entscheidungen haben einen besonders großen Einfluss auf das Budget. Wenn du diese Punkte kennst, kannst du die Kosten deutlich besser steuern.
Größe und Umfang der Gestaltung
Der offensichtlichste Faktor ist die Größe des Gartens. Mehr Fläche bedeutet nicht nur mehr Material, sondern auch mehr Arbeitsaufwand.
Gleichzeitig spielt auch der Umfang der Gestaltung eine Rolle. Ein Garten mit viel Rasen ist deutlich günstiger als ein stark strukturierter Garten mit Wegen, Terrassen und mehreren Bereichen.
Materialwahl
Die Wahl der Materialien hat einen enormen Einfluss auf die Kosten.
Ein einfacher Betonstein ist deutlich günstiger als Naturstein. Auch bei Holz gibt es große Unterschiede je nach Qualität und Verarbeitung.
Erdarbeiten und Ausgangssituation
Ein oft unterschätzter Punkt ist der Zustand des Grundstücks.
Ist der Boden eben und gut vorbereitet, halten sich die Kosten in Grenzen. Bei Hanglagen, schlechter Bodenqualität oder notwendigen Abtragungen steigen die Kosten schnell.
Diese Arbeiten sind zwar nicht sichtbar, machen aber einen großen Teil des Budgets aus.
Technik und Ausstattung
Zusätzliche Elemente wie Bewässerung, Beleuchtung oder ein Pool treiben die Kosten deutlich nach oben.
Gerade diese Extras werden oft erst später geplant und sprengen dann das Budget.
Eigenleistung vs. Fachbetrieb
Ein entscheidender Faktor ist auch, wie viel du selbst machst.
Einige Arbeiten wie Rasen anlegen oder einfache Bepflanzung lassen sich gut selbst umsetzen. Andere Bereiche wie Pflasterarbeiten oder größere Erdbewegungen sollten eher von Profis gemacht werden.
Tipp: Eine Mischung aus Eigenleistung und Fachbetrieb ist oft die sinnvollste Lösung, um Kosten zu sparen und trotzdem ein gutes Ergebnis zu erzielen.
Wo du bei der Gartengestaltung wirklich Geld sparen kannst
Ein Garten kann schnell teuer werden. Gleichzeitig gibt es einige Stellschrauben, mit denen du die Kosten deutlich reduzieren kannst, ohne dass das Ergebnis darunter leidet.
Wichtig ist, an den richtigen Stellen zu sparen und nicht bei Dingen, die später schwer zu korrigieren sind.
Schrittweise statt alles auf einmal
Ein häufiger Fehler ist der Versuch, den gesamten Garten sofort fertigzustellen. Das führt oft zu hohen Einmalkosten.
Sinnvoller ist es, den Garten in Etappen zu planen. Zuerst die wichtigsten Bereiche wie Terrasse oder Grundstruktur, später dann Details wie zusätzliche Bepflanzung oder Extras.
So verteilst du die Kosten über einen längeren Zeitraum.
Eigenleistung gezielt einsetzen
Nicht alles muss von einem Fachbetrieb erledigt werden. Gerade einfache Arbeiten kannst du oft selbst übernehmen.
Gut geeignet sind zum Beispiel die Bepflanzung, das Anlegen des Rasen oder einfache Vorbereitungsarbeiten. Aufwendigere Arbeiten wie Pflasterung oder größere Erdarbeiten solltest du dagegen eher Profis überlassen.
Material bewusst wählen
Die Materialwahl hat einen großen Einfluss auf das Budget. Oft gibt es günstigere Alternativen, die optisch ähnlich wirken. So kann etwa Betonstein einen ähnlichen Effekt erzielen wie teurer Naturstein. Hier kannst du viel sparen, ohne große optische Einbußen zu haben.
Fokus auf das Wesentliche
Nicht alles ist von Anfang an notwendig. Viele Extras wirken attraktiv, sind aber für die Nutzung nicht zwingend erforderlich. Typische Beispiele für Dinge, die die Kosten schnell nach oben treiben sind aufwendige Beleuchtungen oder komplexe Bewässerungssysteme. Wenn du dich auf die wichtigsten Elemente konzentrierst, bleibt das Budget besser im Rahmen.
Wichtig: Spare nicht bei der Grundlage. Erdarbeiten und Aufbau sind schwer nachträglich zu korrigieren. Hier lohnt sich Qualität, während du bei Details flexibler bist.
Fazit
Die Kosten für die Gartengestaltung können stark variieren. Entscheidend ist nicht nur die Größe des Gartens, sondern vor allem, wie viel Gestaltung tatsächlich umgesetzt wird.
Mit einer klaren Planung und den richtigen Entscheidungen kannst du das Budget gut steuern. Besonders wichtig ist es, die größten Kostentreiber zu kennen und bewusst zu entscheiden, wo du investieren und wo du sparen möchtest.
Ein Garten muss nicht perfekt sein, um gut zu funktionieren. Oft reicht eine solide Basis, die du Schritt für Schritt weiterentwickelst.
Häufig gestellte Fragen zu diesem Thema
Hier findest du alle Antworten auf die wichtigsten Fragen zu diesem Thema.
Was kostet Gartengestaltung pro m²?
Wie viel Budget sollte man für einen Garten einplanen?
Was ist der teuerste Teil bei der Gartengestaltung?
Kann man bei der Gartengestaltung viel selbst machen?
Was kostet ein Garten in Österreich?
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