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30.01.2026

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Lesedauer: 12 Minuten

Bau

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Glasfaseranschlüsse erklärt: Das müssen Vermieter wissen

Alles über Glasfaseranschlüsse für Vermieter in Österreich: Pflichten, Kosten, Betriebskostenumlage und Praxistipps. Informiere dich jetzt und erfahre mehr.

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Das Titelbild zeigt den Titel "Glasfaseranschlüsse", den Untertitel "Das müssen Vermieter wissen" sowie das Flatwise Logo.
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Schnelles Internet ist längst kein Luxus mehr, sondern eine Grundvoraussetzung für modernes Wohnen. Immer mehr Mieter:innen erwarten einen leistungsfähigen Internetanschluss und Glasfaser gilt als der Standard der Zukunft. Für dich als Vermieter:in stellt sich die Frage: Musst du deinen Bestand mit Glasfaser ausstatten? Welche Kosten kommen auf dich zu? Und was bedeutet die neue Rechtslage in Österreich konkret?

Der Ausbau der Glasfaserinfrastruktur schreitet in Österreich voran und mit ihm kommen neue Pflichten und Rechte für Vermieter:innen. Während ein Glasfaseranschluss die Attraktivität deiner Immobilie deutlich steigern kann, gibt es auch rechtliche Rahmenbedingungen zu beachten. Besonders die Frage, wann du als Vermieter:in zur Mitwirkung verpflichtet bist und welche Kosten du umlegen kannst, sorgt oft für Unsicherheit.

In diesem Artikel erklären wir dir, was ein Glasfaseranschluss ist und welche Vorteile er bringt, welche rechtlichen Pflichten du als Vermieter:in in Österreich hast, welche Kosten anfallen und wie du sie finanzieren kannst und noch vieles mehr.

Was ist ein Glasfaseranschluss überhaupt und warum ist er wichtig?

Ein Glasfaseranschluss (auch FTTH - Fiber to the Home genannt) ist eine Internetverbindung, bei der Daten über Glasfaserkabel direkt bis in die Wohnung oder ins Gebäude übertragen werden. Im Gegensatz zu herkömmlichen Kupferkabeln oder Koaxialkabeln ermöglichen Glasfasern deutlich höhere Übertragungsgeschwindigkeiten und sind zukunftssicher. Während klassische DSL-Anschlüsse oft bei 50 oder 100 Mbit/s ihre Grenze erreichen, sind mit Glasfaser Geschwindigkeiten von 1.000 Mbit/s (1 Gbit/s) und mehr möglich.

Die Technologie basiert auf Lichtsignalen, die durch hauchdünne Glasfasern geleitet werden. Diese Übertragungsart ist nicht nur schneller, sondern auch stabiler und weniger störanfällig als herkömmliche Technologien. Für Haushalte bedeutet das: Streaming in 4K, Homeoffice mit Videokonferenzen, Online-Gaming und Cloud-Dienste funktionieren gleichzeitig ohne Einschränkungen.

Vorteile für Vermieter

In einer zunehmend digitalisierten Welt ist schnelles Internet ein entscheidendes Auswahlkriterium für Mieter:innen geworden. Ein Glasfaseranschluss macht deine Immobilie zukunftssicher. Während andere Technologien wie DSL oder Kabel-Internet bereits an ihre Kapazitätsgrenzen stoßen, bietet Glasfaser Reserven für kommende Jahrzehnte. Du musst dir keine Sorgen machen, dass die Infrastruktur in wenigen Jahren veraltet ist. Das reduziert langfristig Modernisierungsdruck und erhält die Attraktivität deiner Immobilie.

Bei der Vermietung oder Wiedervermietung hast du mit Glasfaser einen Wettbewerbsvorteil. Insbesondere jüngere Mieter:innen und Personen im Homeoffice legen großen Wert auf schnelles Internet. Wohnungen mit Glasfaser sind schneller vermietet, und du kannst unter Umständen höhere Mieten durchsetzen. In Ballungsräumen, wo Glasfaser noch nicht flächendeckend verfügbar ist, kann dies ein Alleinstellungsmerkmal sein.

Tipp: Nutze den Glasfaseranschluss aktiv in deinen Immobilienanzeigen. Formulierungen wie „Glasfaser verfügbar" oder „Highspeed-Internet bis 1 Gbit/s" ziehen mehr Interessent:innen an.

Vorteile für Mieter

Für deine Mieter:innen bedeutet ein Glasfaseranschluss in erster Linie Komfort und Flexibilität. Homeoffice ist ohne Einschränkungen möglich, Videokonferenzen laufen stabil, und mehrere Personen können gleichzeitig das Internet nutzen, ohne dass die Geschwindigkeit spürbar sinkt. Besonders in Haushalten mit mehreren Personen oder in WGs ist das ein enormer Vorteil.

Streaming-Dienste wie Netflix, Disney+ oder Prime Video laufen in höchster Qualität, auch wenn mehrere Geräte gleichzeitig streamen. Cloud-Dienste für die Datensicherung oder den Dateiaustausch funktionieren reibungslos, große Dateien sind in Sekunden heruntergeladen oder hochgeladen. Für Menschen, die beruflich auf schnelles Internet angewiesen sind, ist Glasfaser heute oft unerlässlich.

Auch die Stabilität der Verbindung ist ein wichtiger Punkt. Glasfaserkabel sind weniger störanfällig als Kupferkabel und funktionieren auch bei schlechtem Wetter zuverlässig. Es gibt keine Geschwindigkeitsverluste zu Stoßzeiten, wie sie bei Kabel-Internet oft vorkommen, wenn viele Nutzer:innen gleichzeitig online sind.

Langfristig sparen Mieter:innen oft auch Kosten. Viele Glasfaseranbieter bieten attraktive Tarife an, die im Verhältnis zur gebotenen Leistung günstiger sind als veraltete DSL-Anschlüsse. Zudem entfällt die Notwendigkeit, teure mobile Datenpakete als Backup zu nutzen, wenn das Festnetz-Internet zu langsam ist.

Lesetipp: Wie du als Vermieter:in guten Kontakt zu deinen Mieter:innen pflegst und auf ihre Bedürfnisse eingehst, erfährst du in unserem Artikel über gute Mieter-Vermieter-Beziehungen.

Foto von einem WLan Router.
Foto von einem WLan Router.
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Rechtliche Situation in Österreich

Die rechtliche Lage rund um Glasfaseranschlüsse in Österreich hat sich in den letzten Jahren deutlich verändert. Für dich als Vermieter:in ist es wichtig zu wissen, welche Pflichten du hast und welche Rechte deine Mieter:innen geltend machen können.

Mitwirkungspflicht von Vermietern

Mit dem Telekommunikationsgesetz 2021 (TKG 2021) wurde die Mitwirkungspflicht von Eigentümer:innen beim Ausbau von Telekommunikationsinfrastruktur klar geregelt. Das Telekommunikationsgesetz regelt, dass Eigentümer:innen den Zugang zu ihren Gebäuden (Duldungspflicht) für die Installation von Telekommunikationsinfrastruktur ermöglichen müssen. Wenn ein Netzbetreiber Glasfaser in deiner Straße ausbaut und dein Gebäude anschließen möchte, kannst du dies nur aus sachlich gerechtfertigten Gründen verweigern.

Die Mitwirkungspflicht gilt besonders dann, wenn Mieter:innen einen Glasfaseranschluss wünschen. Du bist verpflichtet, die notwendigen baulichen Maßnahmen zu dulden, sofern sie verhältnismäßig sind. Die Kosten für die Erstinstallation der Glasfaserinfrastruktur bis zum Gebäude trägt in der Regel der Netzbetreiber.

Eine Verweigerung ist nur in begründeten Ausnahmefällen möglich, etwa bei unverhältnismäßigen Eingriffen in die Bausubstanz oder denkmalschutzrechtlichen Gründen. Wer ohne triftigen Grund verweigert, riskiert rechtliche Schritte.

Wichtig: Informiere dich frühzeitig, wenn ein Glasfaserausbau in deiner Straße ansteht. Proaktive Kommunikation mit dem Netzbetreiber und deinen Mieter:innen erleichtert den Prozess erheblich.

Rechte der Mieter

Mieter:innen haben in Österreich ein Anrecht, einen Glasfaseranschluss zu beantragen, wenn die technischen Voraussetzungen gegeben sind bzw. ein Anbieter den Ausbau ermöglicht. Du als Vermieter:in kannst das nicht ohne triftigen Grund verweigern (Duldungspflicht). Die Kosten für den Anschluss innerhalb der Wohnung trägt in der Regel der Mieter bzw. die Mieterin oder der gewählte Internetanbieter.

Mieter:innen können sich auf das Telekommunikationsgesetz berufen, wenn du die Installation verhinderst. Im Streitfall kann eine Schlichtungsstelle oder ein Gericht entscheiden, dass du zur Duldung verpflichtet bist. Um Konflikte zu vermeiden, ist es ratsam, offen für Glasfaseranschlüsse zu sein.

Tipp: Kommuniziere frühzeitig mit deinen Mieter:innen, wenn ein Glasfaserausbau geplant ist. So können Wünsche und Bedenken rechtzeitig geklärt werden.

Eigentümergemeinschaften und WEG

Bei Eigentumswohnungen muss die Eigentümergemeinschaft über bauliche Veränderungen am Gemeinschaftseigentum entscheiden. Maßnahmen, die der zeitgemäßen Ausstattung dienen, können mit einfacher Mehrheit beschlossen werden, sofern keine unzumutbare Beeinträchtigung einzelner Eigentümer:innen vorliegt. Ein Glasfaseranschluss fällt in der Regel unter diese Kategorie.

Wenn die Eigentümergemeinschaft den Anschluss ablehnt, können einzelne Eigentümer:innen unter Umständen rechtliche Schritte einleiten. Das Wohnungseigentumsgesetz (WEG) sieht vor, dass notwendige und nützliche Verbesserungen nicht ohne triftigen Grund verhindert werden dürfen.

Als Vermieter:in in einer WEG solltest du dich aktiv für den Glasfaseranschluss einsetzen. Bring das Thema in der Eigentümerversammlung auf und informiere über die Vorteile.

Wichtig: Kläre frühzeitig, ob dein Gebäude Teil einer WEG ist und wie die Entscheidungsfindung abläuft.

Kosten und Finanzierung

Die Kosten für einen Glasfaseranschluss variieren je nach Situation und Anbieter. Für dich als Vermieter:in ist es wichtig zu wissen, welche Kosten auf dich zukommen, welche du umlegen kannst und welche Fördermöglichkeiten es gibt.

Anschaffungs- und Installationskosten

Die gute Nachricht vorweg: Die Hauptkosten für den Glasfaserausbau trägt in der Regel der Netzbetreiber. Wenn ein Anbieter wie A1, Magenta oder ein regionales Glasfaserunternehmen deine Straße erschließt, werden die Leitungen bis zum Gebäude meist kostenfrei verlegt. Das liegt im wirtschaftlichen Interesse der Betreiber, die möglichst viele Haushalte ans Netz bringen möchten.

Kosten können jedoch für die Hausinstallation anfallen, also für die Verlegung der Glasfaser vom Gebäudeanschluss bis in die einzelnen Wohnungen. Hier gibt es verschiedene Modelle. Manche Anbieter übernehmen auch diese Kosten vollständig, andere verlangen ein sogenanntes Glasfaserbereitstellungsentgelt. Dieses liegt typischerweise zwischen 0 und 500 Euro pro Wohneinheit, abhängig vom Anbieter und der Region.

In manchen Fällen fallen zusätzliche Kosten an, etwa wenn aufwendige bauliche Maßnahmen nötig sind. Das kann der Fall sein, wenn Leitungen durch mehrere Stockwerke verlegt oder Wände durchbohrt werden müssen. Solche Kosten solltest du im Vorfeld mit dem Netzbetreiber klären und schriftlich festhalten.

Für die Erstinstallation eines Glasfaseranschlusses in einer einzelnen Wohnung fallen für den Mieter bzw. die Mieterin oft keine oder nur geringe Kosten an. Die meisten Anbieter bieten kostenlose Installation an, wenn ein Internettarif abgeschlossen wird. Als Vermieter:in musst du dich um diese Kosten also in der Regel nicht kümmern.

Tipp: Verhandle mit dem Netzbetreiber über die Konditionen. Bei größeren Objekten mit mehreren Wohneinheiten sind oft bessere Konditionen oder sogar kostenlose Komplettinstallationen möglich.

Installationskosten und Betriebskostenumlage

In Österreich verlangen manche Netzbetreiber eine einmalige Gebühr für die Bereitstellung der Glasfaserinfrastruktur oder die Hausinstallation. Die Frage, ob und wie du diese Kosten auf deine Mieter:innen umlegen kannst, ist rechtlich nicht ganz eindeutig und hängt vom Einzelfall ab.

Grundsätzlich gilt: Kosten, die der Erstausstattung oder wesentlichen Verbesserung der Immobilie dienen, können nicht direkt als Betriebskosten umgelegt werden. Einmalige Installationskosten fallen eher unter Investitionskosten. Du kannst sie jedoch als Wertsteigerung betrachten und unter Umständen bei einer Neuvermietung in die Miethöhe einfließen lassen.

Anders verhält es sich mit laufenden Kosten. Wenn du als Vermieter:in einen Gemeinschaftsanschluss für das gesamte Gebäude abschließt und dafür monatliche Gebühren zahlst, ist nur in eng begrenzten Ausnahmefällen und bei entsprechender vertraglicher Grundlage zulässig eine Umlage zulässig. Das ist besonders bei größeren Wohnanlagen relevant, wo eine zentrale Glasfaserverteilung installiert wird.

In der Praxis schließen Mieter:innen jedoch meist individuelle Verträge mit Internetanbietern ab. In diesem Fall tragen sie die laufenden Kosten selbst, und für dich als Vermieter:in entstehen keine umlagefähigen Betriebskosten. Das ist die häufigste und unkomplizierteste Variante.

Wichtig: Informiere dich vor der Installation genau über die Kostenstruktur und dokumentiere alle Vereinbarungen mit dem Netzbetreiber schriftlich. Bei Unsicherheiten zur Betriebskostenumlage kann ein Blick ins Mietrechtsgesetz oder eine Rücksprache mit einem Rechtsexperten sinnvoll sein.

Lesetipp: Wie du Betriebskosten korrekt abrechnest und welche Posten umlagefähig sind, erfährst du in unserem Artikel über Betriebskosten.

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Fördermöglichkeiten in Österreich

Die gute Nachricht: In Österreich gibt es verschiedene Förderprogramme, die den Glasfaserausbau unterstützen. Besonders in ländlichen Regionen, wo der Ausbau wirtschaftlich weniger attraktiv ist, fördert der Bund den Breitbandausbau mit erheblichen Mitteln.

Die Breitbandförderung des Bundes richtet sich primär an Netzbetreiber und Gemeinden, kann aber indirekt auch für dich als Vermieter:in relevant sein. Wenn deine Immobilie in einer Region liegt, die von solchen Förderprogrammen profitiert, kann der Glasfaseranschluss für dich kostenfrei oder deutlich günstiger sein. Informiere dich bei deiner Gemeinde oder direkt bei der Förderstelle des Bundes über aktuelle Programme.

Einige Bundesländer bieten zusätzliche Förderungen für die Gebäudeinstallation an. Das kann besonders bei älteren Gebäuden relevant sein, wo aufwendigere bauliche Maßnahmen nötig sind. Die Konditionen variieren je nach Bundesland, daher lohnt sich eine Recherche bei der zuständigen Landesstelle für Wohnbauförderung.

Auch einige Netzbetreiber bieten zeitlich begrenzte Aktionen an, bei denen die Installation kostenfrei oder zu reduzierten Preisen erfolgt. Halte Ausschau nach solchen Angeboten, besonders wenn in deiner Region gerade der Glasfaserausbau beginnt. Oft gibt es Frühbucherrabatte oder Sonderkonditionen für Mehrparteienhäuser.

Tipp: Erkundige dich proaktiv bei Netzbetreibern, deiner Gemeinde und der Breitbandförderungsstelle des Bundes über aktuelle Fördermöglichkeiten. Die Förderlandschaft ändert sich regelmäßig, und es lohnt sich, zeitnah zu informieren.

Installation und praktische Umsetzung

Die Installation eines Glasfaseranschlusses läuft in mehreren Schritten ab und erfordert eine gute Koordination zwischen dir als Vermieter:in, dem Netzbetreiber und deinen Mieter:innen.

Ablauf der Installation

Der Installationsprozess beginnt damit, dass der Netzbetreiber ankündigt, in deiner Straße Glasfaser auszubauen. Du erhältst ein Informationsschreiben und solltest dein Interesse bekunden. Oft gibt es Fristen für kostenlose oder vergünstigte Anschlüsse.

Im ersten Schritt wird die Glasfaser von der Straße bis zu deinem Gebäude verlegt, meist durch unterirdische Leitungen. Danach folgt die Hausinstallation, bei der die Leitungen vom Hausanschluss zu den einzelnen Wohnungen geführt werden. In jeder Wohnung wird ein Glasfaser-Anschlusspunkt installiert.

Die Installation in der Wohnung dauert meist nur wenige Stunden. Ein Techniker verlegt die Leitung und installiert die notwendige Hardware. Deine Mieter:innen müssen für diesen Termin anwesend sein.

Wichtig: Plane ausreichend Zeit für die Koordination ein. Bei größeren Gebäuden kann die Installation mehrere Wochen dauern.

Koordination mit Netzbetreibern

Eine gute Zusammenarbeit mit dem Netzbetreiber ist entscheidend. Nimm frühzeitig Kontakt auf und kläre alle wichtigen Fragen: Welche Kosten entstehen? Wie lange dauert die Installation? Welche baulichen Maßnahmen sind nötig?

Achte darauf, dass alle Vereinbarungen schriftlich festgehalten werden. Das betrifft Kosten, Zeitplan und die genauen Leistungen des Netzbetreibers. Bei baulichen Veränderungen am Gemeinschaftseigentum solltest du diese vorab mit der Eigentümergemeinschaft abstimmen.

Tipp: Frage den Netzbetreiber nach Referenzobjekten in deiner Nähe.

Information der Mieter

Deine Mieter:innen sollten frühzeitig über den geplanten Glasfaserausbau informiert werden. Verschicke ein Informationsschreiben, in dem du erklärst, was geplant ist, welche Vorteile der Glasfaseranschluss bringt und wie der Ablauf aussieht.

Informiere deine Mieter:innen auch über eventuelle Kosten und stelle klar, dass sie für die Installation in ihrer Wohnung einen Termin vereinbaren und anwesend sein müssen. Biete an, bei Fragen als Ansprechpartner zur Verfügung zu stehen.

Tipp: Erstelle ein FAQ-Dokument mit den wichtigsten Fragen und Antworten zum Glasfaserausbau und verteile es an alle Mieter:innen.

Mann mit Hemd verbinet LAN-Kabel mit WLAN-Router.
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Glasfaser in der Vermietungspraxis

Ein Glasfaseranschluss kann bei der Vermietung deiner Immobilie ein wichtiger Faktor sein. Moderne Mieter:innen erwarten heute schnelles Internet, und ein vorhandener Glasfaseranschluss kann bei der Wohnungssuche den Ausschlag geben.

Glasfaser als Vermietungsargument

Bei der Wohnungssuche achten viele Interessent:innen auf die verfügbare Internetgeschwindigkeit. Besonders für Menschen im Homeoffice, Studierende oder technikaffine Mieter:innen ist schnelles Internet ein wichtiges Auswahlkriterium. Wenn du in deiner Anzeige explizit auf den Glasfaseranschluss hinweist, erhöhst du die Sichtbarkeit deines Inserats und sprichst eine breitere Zielgruppe an.

Formulierungen wie "Glasfaser verfügbar", "Highspeed-Internet bis 1 Gbit/s möglich" oder "Moderner Glasfaseranschluss vorhanden" sind klare Pluspunkte in Immobilienanzeigen. Sie signalisieren, dass die Immobilie zeitgemäß ausgestattet ist und den Anforderungen moderner Wohnformen entspricht.

Ein weiterer Vorteil: Wohnungen mit Glasfaser sind oft schneller vermietet. Wenn Interessent:innen zwischen mehreren vergleichbaren Objekten wählen, kann der Glasfaseranschluss das entscheidende Detail sein. Das spart dir Zeit und Leerstandskosten.

Auch bei Besichtigungen kannst du den Glasfaseranschluss aktiv thematisieren. Erkläre den Interessent:innen, welche Anbieter verfügbar sind und welche Geschwindigkeiten möglich sind. Das zeigt, dass du dich um eine moderne Ausstattung kümmerst und die Bedürfnisse deiner Mieter:innen ernst nimmst.

Tipp: Erwähne den Glasfaseranschluss in deinen Immobilienanzeigen und bei Besichtigungen. Das kann dir helfen, deine Wohnung schneller zu vermieten.

Lesetipp: Wie du gute Mieter:innen findest und deine Wohnung erfolgreich vermietest, erfährst du in unserem Artikel über Mieterauswahl.

Zukunftssicherheit der Immobilie

Ein Glasfaseranschluss macht deine Immobilie zukunftssicher. Während andere Technologien wie DSL oder Kabel-Internet bereits an ihre Grenzen stoßen, bietet Glasfaser Kapazitäten für die kommenden Jahrzehnte. Du musst dir keine Sorgen machen, dass die Infrastruktur bald veraltet ist oder nachgerüstet werden muss.

Die Nachfrage nach schnellem Internet wird in den kommenden Jahren weiter steigen. Streaming in höherer Qualität, Smart-Home-Anwendungen, Virtual Reality und neue Technologien erfordern immer mehr Bandbreite. Mit einem Glasfaseranschluss bist du für diese Entwicklungen bereits gerüstet.

Auch aus Vermietersicht bedeutet das weniger Aufwand. Du musst nicht alle paar Jahre prüfen, ob eine neue Internettechnologie nachgerüstet werden sollte. Glasfaser ist der aktuelle Standard und wird es voraussichtlich lange bleiben.

Wichtig: Ein Glasfaseranschluss ist heute ein Standard, den viele Mieter:innen erwarten. Immobilien ohne schnelles Internet könnten in Zukunft schwerer zu vermieten sein.

Fazit: Glasfaser als Standard der Zukunft

Glasfaseranschlüsse sind heute nicht mehr nur ein Nice-to-have, sondern entwickeln sich zum Standard in der Vermietung. Für dich als Vermieter:in bedeutet das: Proaktives Handeln zahlt sich aus. Die gesetzliche Mitwirkungspflicht in Österreich macht deutlich, dass du dich dem Thema nicht entziehen kannst – und das ist auch gut so.

Die Installation eines Glasfaseranschlusses ist in den meisten Fällen kostenfrei oder kostengünstig, besonders wenn du frühzeitig mit dem Netzbetreiber in Kontakt trittst und von Sonderkonditionen profitierst. Die Vorteile liegen auf der Hand: schnellere Vermietung, zufriedenere Mieter:innen und eine zukunftssichere Infrastruktur.

Wichtig ist vor allem die Kommunikation. Informiere deine Mieter:innen rechtzeitig über den geplanten Ausbau, koordiniere die Installation professionell mit dem Netzbetreiber und nutze den Glasfaseranschluss aktiv als Argument in deinen Vermietungsanzeigen. Mit der richtigen Vorbereitung verläuft die Installation reibungslos und ohne größere Störungen.

Wenn in deiner Straße bald der Glasfaserausbau ansteht, zögere nicht. Die Entscheidung für Glasfaser ist eine Investition in die Zukunft deiner Immobilie und in die Zufriedenheit deiner Mieter:innen.

Häufig gestellte Fragen zu diesem Thema

Hier findest du alle Antworten auf die wichtigsten Fragen zu diesem Thema.

Muss ich als Vermieter:in einen Glasfaseranschluss installieren lassen?

Welche Kosten kommen auf mich als Vermieter:in zu?

Können Mieter:innen einen Glasfaseranschluss verlangen?

Wie lange dauert die Installation?

Kann ich die Kosten für Glasfaser als Betriebskosten umlegen?

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Die Inhalte dieses Artikels dienen ausschließlich der allgemeinen Information und stellen keine Rechtsberatung im Einzelfall dar. Bitte wende dich bei rechtlichen Fragen oder individuellen Anliegen an eine qualifizierte Rechtsberatung. Trotz sorgfältiger Recherche kann keine Gewähr für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der bereitgestellten Informationen übernommen werden. Eine Haftung für direkte oder indirekte Schäden, die aus der Nutzung der Informationen entstehen, ist, soweit zulässig, ausgeschlossen. Weitere Hinweise und der vollständige Haftungsausschluss sind im Impressum einsehbar.

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